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Reform.
Rechner.

Die Wirtschaft schwächelt, die Politik ist ratlos. Reformen sind notwendig – aber sie haben Kosten. Was bedeutet das konkret für deinen Geldbeutel? Und was kostet es, wenn nichts passiert?

Haushaltslücke des Bundes — Entwicklung
2025
keine
2026
keine
2027
34 Mrd.
2028 i Warum ist die Lücke 2028 kleiner als 2027?

Das ist ein Planungsartefakt: 2027 taucht der „Handlungsbedarf" erstmals auf, weil Zinsen und Rentenzuschuss stark steigen, während das Sondervermögen Bundeswehr noch läuft.

2028 sinkt die ausgewiesene Lücke, weil (1) die Verteidigungsbereichsausnahme (Art. 115 GG) mehr Kreditaufnahme außerhalb der Schuldenbremse erlaubt, und (2) der Finanzplan spätere Jahre systematisch optimistischer plant.

Der Bundesrechnungshof (BWV) kritisiert genau das: „Die Verschuldungsmöglichkeiten verleiten dazu, unbequeme Maßnahmen auf die lange Bank zu schieben." Ab 2029 steigt die Lücke dann deutlich auf 51 Mrd. €.

Quellen: BMF Eckwertebeschluss 29.04.2026; Bundesrechnungshof BWV-Stellungnahme April 2026; SVR JG 2025/26
29 Mrd.
2029
51 Mrd.
2030
60 Mrd.
Quelle: BMF Eckwertebeschluss 29.04.2026 · → Vollständige Analyse im Haushaltstracker
~73 %
Schuldenquote 2030 (% BIP)
78,7 Mrd.
Zinsausgaben 2030
~12,6 %
Anteil Zinsen am Haushalt 2030
~80 %
des Budgets 2030 für Soziales, Verteidigung & Zinsen
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Gesundheitsreform

GKV-Beitragssatz, Mitversicherung, Zuzahlungen – was kostet die Reform dich persönlich?

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Beitragsentwicklung, Rentenniveau – was ändert sich für dich?

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Einkommensteuer, Entlastungen – deine persönliche Bilanz.

Interaktives Tool · Bundeshaushalt 2025–2035
Wie wirken sich Reformen auf den gesamten Haushalt aus?
Reformen und Einsparungen können die Staatsfinanzen stabilisieren — oder destabilisieren. Der Haushaltstracker zeigt dir interaktiv, welche Ausgaben wohin fließen, wie sich die Haushaltslücke entwickelt, und was passiert, wenn du unterschiedliche Reformhebel betätigst. Simuliere Rentenreform, GKV-Reform, Subventionsabbau — und sieh sofort, welche Wirkung sie auf die 60-Mrd.-Lücke 2030 haben.
60 Mrd.
Lücke 2030
85 %
Schuldenquote 2035*
78,7 Mrd.
Zinsen 2030
* SVR JG 2025/26 Projektion
Gesundheitsreform 2026

Warum die
Gesundheitsreform?

Das demografische Problem

Deutschland altert. Immer mehr Menschen werden immer älter – und benötigen entsprechend mehr medizinische Versorgung. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Beitragszahler. Die Last verteilt sich auf immer weniger Schultern, während die Ausgaben steigen.

Medizinisch-technischer Fortschritt

Neue Behandlungsmethoden, modernste Diagnostik, innovative Medikamente – der medizinische Fortschritt rettet Leben und verbessert die Lebensqualität. Doch er hat seinen Preis: Neue Therapien kommen oft zusätzlich zur bestehenden Standardbehandlung hinzu und machen sie teurer. Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen – eine Schere, die sich strukturell immer weiter öffnet. Für 2027 droht ein GKV-Defizit von rund 15 Milliarden Euro.

Das ignorierte Grundproblem: Bürgergeld

Der Bund zahlt für jeden Bürgergeldempfänger monatlich nur 144 Euro an die Krankenkassen – das deckt lediglich etwa ein Drittel der tatsächlichen Kosten. Das daraus entstehende Defizit liegt bei rund 12 Milliarden Euro jährlich. Diese Kosten sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – doch sie fallen ausschließlich auf die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung. Beamte und Privatversicherte sind dabei völlig außen vor.

Was die Reform konkret ändert

  • Zuzahlungen für Medikamente steigen von 5–10 € auf7,50–15 € pro Packung
  • Festzuschüsse für Zahnersatz werden um10 Prozentpunkte gesenkt
  • Homöopathische Behandlungen werdennicht mehr übernommen
  • Kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern wird ab2028 eingeschränkt (+2,5 % Aufschlag)
  • Beitragsbemessungsgrenze wird um300 € angehoben

Wer wissen möchte, was diese Reform konkret für das eigene Portemonnaie bedeutet, kann es hier ausrechnen.

Schritt 1 von 5

Was ist Ihr monatliches Bruttogehalt?

Geben Sie Ihr Bruttogehalt vor Abzügen ein. Davon wird Ihr persönlicher Krankenkassenbeitrag berechnet.

Schritt 2 von 5

Was ist Ihre Beschäftigungsart?

Dies bestimmt, wie viel Sie selbst vom Beitrag tragen müssen.

Arbeitnehmer

Sie zahlen die Hälfte des Beitragssatzes – die andere Hälfte übernimmt Ihr Arbeitgeber.

Selbstständig

Als freiwillig gesetzlich Versicherter tragen Sie den vollen Beitragssatz selbst.

Rentner

Sie zahlen etwa die Hälfte des Beitragssatzes auf die gesetzliche Rente. Für Betriebsrenten gelten besondere Regeln.

Angaben zur Rente

Schritt 3 von 5

Ist Ihr Partner kostenlos mitversichert?

Bisher können Ehe- und Lebenspartner ohne eigenes Einkommen kostenlos mitversichert werden. Ab 2028 soll dafür ein Aufschlag von 2,5 % Ihres Einkommens fällig werden – ein zentraler Punkt der Reform.

Nein

Kein Partner mitversichert.

Ja

Mein Partner ist aktuell kostenlos mitversichert.

Schritt 4 von 5

Haben Sie Kinder unter 7 Jahren?

Die Reform sieht eine wichtige Ausnahme vor: Familien mit Kindern unter 7 Jahren sind vom neuen Partnerbeitrag befreit.

Nein

Ja

Ich habe Kinder unter 7 Jahren im Haushalt.

Schritt 5 von 5

Welches Szenario nehmen Sie an?

Die zukünftige Beitragsentwicklung ist ungewiss. Die Szenarien basieren auf der IGES-Studie im Auftrag der DAK-Gesundheit (Januar 2026).

Konstanter Beitragssatz

Der Beitragssatz bleibt auf dem heutigen Niveau von 17,7 %. Setzt voraus, dass alle Reformen vollständig greifen.

Günstige Entwicklung

Beitragssatz stabilisiert sich ab 2029 bei ca. 18,6 %. Starkes Lohnwachstum (+4 % p.a.), hohe Zuwanderung.

Basisszenario

Beitragssatz steigt bis 2035 auf 20,6 %. Mittleres Lohnwachstum (+3 % p.a.).

Ungünstige Entwicklung

Beitragssatz steigt bis 2035 auf 23,0 %. Schwache Konjunktur, geringes Lohnwachstum (+2 % p.a.).

Ihre Ergebnisse

Ihre Beitragsbelastung

Parameter anpassen

Quelle: IGES Institut, Beitragsentwicklung in der Sozialversicherung, Januar 2026 (DAK-Gesundheit).
Freibetrag Betriebsrente KV 2026: 197,75 €. PV-Beitragssatz 2026: 3,6 %.
Die Berechnungen sind Projektionen und stellen keine Garantie dar.

Zur Einordnung: Die hier dargestellten Beiträge steigen nicht nur wegen der Reform – sie spiegeln eine strukturelle Entwicklung wider, die durch demografischen Wandel und medizinisch-technischen Fortschritt unvermeidlich ist. Die Reform soll das System stabilisieren. Ohne Gegenmaßnahmen würden die Kosten langfristig deutlich höher ausfallen.

Eine vollständige Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge für Bürgergeldempfänger aus dem Bundeshaushalt – statt auf Kosten der Beitragszahler – würde das System erheblich entlasten. Dies wäre eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Wie wird das Steuergeld ausgegeben?

Wähle ein Jahr und sieh, wie sich die Ausgabenstruktur des Bundesetats entwickelt. Die Simulation zeigt, wie Reformen die Haushaltslücken verkleinern könnten.

Wie wird das Steuergeld ausgegeben?

Wähle ein Jahr und sieh, wie sich die Ausgabenstruktur des Bundesetats entwickelt. Die Simulation unten zeigt, wie Reformen die Haushaltslücken verkleinern könnten.

Mrd. € Gesamtausgaben
Haushaltslücke / Handlungsbedarf
Lücke als Anteil der Ausgaben
📄 Quellen Haushaltsdaten: BMF Eckwertebeschluss 29.04.2026; Finanzplan des Bundes 2025–2029 (BT-Drs. 21/601); SVR Jahresgutachten 2025/26; Bundestag Haushaltsgesetz 2026. → bundesfinanzministerium.de
Klicke auf eine Kategorie, um sie im Diagramm hervorzuheben. Die Zahlen basieren auf dem Eckwertebeschluss des Kabinetts und dem Finanzplan des Bundes. Gesundheit = Epl. 15 gesamt (20,1 Mrd. €); davon 14,5 Mrd. € GKV-Zuschuss (72 %).

Ausgaben nach Kategorie 2025–2035


Wie setzen sich die Ausgabenkategorien zusammen?

Reform-Simulator: Was könnten Reformen einsparen?

Stelle den Schieberegler ein, um zu sehen, wie stark eine Reform das Haushaltsloch verkleinern kann. Die Potenziale basieren auf Gutachten unabhängiger Institute.

⚠️ Hinweis: Die Sparpotenziale sind Schätzwerte aus wissenschaftlichen Gutachten und zeigen Maximalszenarien bei voller Umsetzung. Politische Machbarkeit, Übergangszeiten und Wechselwirkungen sind nicht vollständig abgebildet. Die Zahlen gelten jeweils für das Jahr 2030, sofern nicht anders angegeben.

Subventionsabbau: Rückkehr zum Vorkrisenniveau?

Im Jahr 2015 gab der Bund 20,9 Mrd. € für Subventionen aus — das entsprach rund 4,1 % der damaligen Bundesausgaben (502 Mrd. €). Bis 2026 hat sich das Volumen auf 77,8 Mrd. € (14,8 % der Ausgaben) fast vervierfacht. Simuliere hier, wie viel ein Abbau auf unterschiedliche Referenzniveaus einsparen würde.

2015 (Referenzjahr)
20,9 Mrd. €
4,1 % der Ausgaben
2021 (Post-Corona)
37,9 Mrd. €
7,5 % der Ausgaben
2024 (Ist-Wert)
47,6 Mrd. €
9,5 % der Ausgaben
2026 Status Quo (Soll)
77,8 Mrd. €
14,8 % der Ausgaben
📄 Quelle: BMF 30. Subventionsbericht (Sept. 2025, BT-Drs. 21/1600); BMF 24. Subventionsbericht (2015). Enger Subventionsbegriff §12 StabG. Anstieg ab 2024 hauptsächlich durch EEG-Finanzierungsbedarf (~17 Mrd. €).
🏭 Subventionsabbau auf Zielniveau
Volles Potenzial (Abbau auf 2015-Niveau)
bis 56,9 Mrd. €
BMF 30. Subventionsbericht 2025 / BMF 2015
Zielniveau wählen:
Ziel-Subventionsvolumen 77,8 Mrd. € (14,8% der Ausgaben) — Einsparung: 0 Mrd. €
15 Mrd. € (Minimalniveau) 77,8 Mrd. € (Status Quo 2026)
Zum Vergleich: 2015 machten Subventionen 4,1 % der Bundesausgaben aus. Bei gleicher Quote heute (Ausgaben 2026: 524,5 Mrd. €) wären das ~21,5 Mrd. € — ein Abbau gegenüber dem Soll 2026 von rund 56 Mrd. €. Der starke Anstieg seit 2024 ist hauptsächlich auf den EEG-Finanzierungsbedarf zurückzuführen (17 Mrd. €), der erstmals im Bundeshaushalt erfasst wird. Die Detailkategorien kannst du unten separat anpassen.
Einzelkategorien anpassen:
📄 BMF 30. Subventionsbericht Sept. 2025 (BT-Drs. 21/1600); BMF 24. Subventionsbericht 2015; Bundesrechnungshof Prüfbericht Subventionsbericht 2024; BPB Lexikon Subventionen (2022). Klimaschädliche Subventionen wie Dieselprivileg (~7 Mrd. €) und Pendlerpauschale (~6 Mrd. €) sind im engen BMF-Begriff nicht vollständig enthalten.

Gesamteinsparung: Was schließt die Haushaltslücke 2030?

Die Haushaltslücke 2030 beträgt laut Eckwertebeschluss rund 60 Mrd. €. Stelle alle Schieberegler oben ein und sieh hier, wie viel insgesamt eingespart werden könnte.

Reformen gesamt
0
Mrd. € / Jahr
Subventionsabbau
0
Mrd. € / Jahr
Einsparung gesamt
0
Mrd. € / Jahr bis 2030
Verbleibende Lücke 2030
60
Mrd. € Handlungsbedarf
Lücke geschlossen
0%
der 60 Mrd. € (2030)
Aktiviere Reformen und Subventionsabbau oben, um die Gesamteinsparung zu berechnen.